Once in a blue moon

Henrik Eiben, Joachim Grommek, Inge Krause, Franziska Reinbothe, Anna Virnich, Beat Zoderer, Hamburg
09.02.2024 - 23.03.2024

Die Gruppenausstellung Once in a blue moon kreist um das Thema der abstrakten Malerei. Dabei bildet Beat Zoderers großformatige Arbeit Trapezium Nr. 7, 2021 (Acryl auf MDF,180 x 200 cm) den Ausgangspunkt der Ausstellung, während ein zweites Werk des Künstlers, ein bemalter mehrschichtiger Wabenkarton (Scheibenbild Nr. 1/08, 2008) den Raum in die dritte Dimension öffnet. Henrik Eibens skulpturale Objekte führen diese Bewegung fort und fokussieren auf unterschiedliche Materialstrukturen und die optisch-haptischen Qualitäten von Oberflächen.

Eine „Malerei mit anderen Mitteln“ betreiben hingegen die Künstlerinnen Inge Krause, Franziska Reinbothe und Anna Virnich. Hier ist es nicht mehr die Acryl- oder Ölfarbe, die als materielle Substanz zum Bild führt, stattdessen sorgen Folien und Stoffe für Farbe, Tiefe und Oberflächenstruktur. Krause denkt das Bild als Staffelung von Farbräumen, in denen Transparenz und Lichtreflexionen eine tragende Rolle spielen. Reinbothe geht es um den Prozess der Bildfindung selbst, um das Experiment und die Frage: Was passiert eigentlich, wenn…? Virnich mischt „kontaminierte Materialien“ (alte Kleider, Strumpfhosen, Vorhänge, Decken) mit neuen technoiden Stoffen und Textilien aus dem High Fashion Bereich.

Bei Joachim Grommek wird die Malerei auf den ersten Blick meist nicht als solche erkannt. Seine Trompe-l’oeils irritieren in ihrer vermeintlichen „Kunstlosigkeit“, die immer wieder Betrachter:innen dazu verlockt, ein Stück von den plastisch gemalten Tesafilmstreifen abziehen zu wollen.